Archive | Konzert

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Technik, Tempo und Temperament

Das 6. Kammerkonzert des Staatstheaters Darmstadt führte ein „No Name“-Ensemble auf die Bühne des Kleinen Hauses. „No Name“ in dem Sinne, dass hier fünf Musiker zusammen musizierten, die keinem etablierten Ensemble mit eigenem Markenzeichen, sprich einem Namen, angehörten. Jede und jeder ist ein Meister des jeweiligen Instruments, hat sich bereits eine Reihe von Preisen und […]

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Konzert komplexer Klänge

Nachdem das 3. Sinfoniekonzert und das zeitlich benachbarte 4. Kammerkonzert durch die Pianisten-Brüder Jussen eng gekoppelt waren, waren auch die jeweiligen Folgekonzerte am 17. und 20. Januar über das Violoncello eng verzahnt. Stand es im 5. Kammerkonzert ganz im Mittelpunkt, so bildete es im 4. Sinfoniekonzert drei Tage später den Kern des Solokonzertes. Der junge […]

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1901_kammerkonzert

Musik der Verinnerlichung

Die Barockmusik hat zwei Gesichter: den mal pompösen, mal gravitätischen Ausdruck der höfischen und – auch! – der geistlichen Musik auf der einen Seite und den verinnerlichten Blick des Volkes, der sich in der Kammermusik niederschlägt, auf der anderen. Diese Musik durchzieht der Grundton des Lamentos über das Leiden der Welt, der sich erst mit […]

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Noch einmal die Klavier spielenden Brüder Arthur und Lucas Jussen

Vive la musique francaise!

Bei der Festlegung des Programms für das 3. Sinfoniekonzert konnte man natürlich die politische Entwicklung in Europa nicht voraussehen, aber heute wirkt dieses Konzert wie eine aufmunternde Reverenz an die  französische Kultur und den schwer gebeutelten Präsidenten. Außerdem wollte man dem noch aus dem 19. Jahrhundert stammenden Vorurteil der Deutschen gegenüber der „welschen“ – vermeintlich […]

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1812_jussen

Vier Hände für ein Sacre

Im frühen 19. Jahrhundert waren Sinfoniekonzerte kostspielige Veranstaltungen, die sich nur wohlhabende Familien leisten konnten, soweit sie überhaupt in öffentlichen Räumen und nicht nur in Adelshäusern stattfanden. Außerdem waren solche Aufführungen meist auf größere Städte beschränkt. Mangels technischer Aufzeichnungen – Radio und Grammophon kamen erste gegen Ende des 19. Jahrhunderts – waren sinfonische Werke im […]

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Konzertdirektor Gernot Wojnarowicz

„Lauschangriff“ – auf die Hörgewohnheiten des Publikums

Die Bar der Kammerspiele des Staatstheaters Darmstadt bietet eine ideale Plattform für intime Formate mit Gesprächscharakter. Hier kann man das übliche Theatergeschehen einmal aus anderer Perspektive betrachten – humoristisch, ironisch, bisweilen sarkastisch, abseits der üblichen Hörgewohnheiten. Konzertdirektor Gernot Wojnarowicz hat jetzt diese Möglichkeit genutzt, um die Grenzen der Musik anhand so treffender wie ausgefallener Beispiele […]

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Der Dirigent als Solist

Das 2. Sinfoniekonzert des Staatstheaters Darmstadt wartete mit einer ungewöhnlichen Variante des Soloparts auf, den üblicherweise ein Pianist, Violonist oder anderer Instrumentalist übernimmt. In diesem Falle war es der Dirigent Daniel Cohen. Das soll nicht heißen, dass er zur Violine griff, obwohl er die einst zu spielen gelernt hat; er dirigierte sein erstes Konzert in […]

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Die Pianistin Danae Dörken

Breite Klangpalette des 19. und 20. Jahrhunderts

Zum 2. Kammerkonzert hatte das Staatstheater Darmstadt eine noch junge Pianistin eingeladen, ihr Ausnahmekönnen dem Darmstädter Publikumj vorzuführen. Die Deutschgriechin Danae Dörken hat bereits in jungen Jahren eine Reihe von bedeutenden Preisen erspielt und tritt seit Jahren mit internationalen Ensembles auf. In Darmstadt präsentierte sie an diesem Abend eine breite Palette unterschiedlichster Klangfarben, deren Herkunft […]

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Die Sopranistin Anna Lucia Richter

Klangrausch, präzise

Im ersten Sinfoniekonzert des Staatstheaters Darmstadt stand Gustav Mahler im Mittelpunkt. Da sich seine 9. Sinfonie über die stattliche Dauer von achtzig Minuten erstreckt, blieb keine Zeit für ein gewichtiges Rahmenprogramm, schon gar nicht für das übliche Solokonzert. Man entschied sich daher, dem Monumentalwerk zwei kleinere Kompositionen voranzustellen, die jedoch durch ihren Vokalcharakter das übliche […]

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RMF 2018: Abschlusskonzert in Kloster Eberbach

Klangrausch zum Festivalschluss

Das Abschlusskonzert des Rheingau-Musik-Festivals bot am 1. September gleich zwei Höhepunkte: erst wurde der kanadische Dirigent Yannick Nézet-Séguin mit dem „Rheingau Musik Preis 2018“ ausgezeichnet, und dann serviert er mit seinem Orchester, dem „Rotterdam Philharmonic Orchestra“, ein musikalisches Diner erster Güte – mit Mozart und Bruckner. Die kurze Laudatio für  den Preisträger hielt Festival-Chef Michael […]

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