Archive | Konzert

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Klangvolle Ehrenrettung der Programm-Musik

Programmatische Musik – hier zur Vermeidung dreier „M“s so genannt – setzt ein besti8mmtes Narrativ in Musik um. Die Musik genügt sich dabei also nicht selbst, sondern dient einem externen Zweck. Musikalische Puristen rümpfen gerne die Nase über diese Gattung, die landläufig durch Smetanas „Moldau“ charakterisiert wird, doch man kann sie auch vorurteilslos als weiteres […]

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2212_gerstenberger

Musikalische Zeitreise ins 19. Jahrhundert

Eigentlich wollten wir an dieser Stelle über das Kammerkonzert mit Streichquartetten von Ravel, Berg und Beethoven berichten, doch in letzter Minute entschied sich der Rezensent für eine andere, parallel angesetzte musikalische Veranstaltung des Staatstheaters Darmstadt, nämlich „Unerhört! Pauline Viardot-Garcia“. Und das war auch gut so, und zwar nicht, weil der Streichquartett-Abend etwa die Erwartungen nicht […]

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2211_pacific

Vielfalt der Klangfarben

Kammerkonzerte werden meist, wenn nicht von Klavier-Solisten, von Streicher-Ensembles geprägt. Das liegt an der unvergleichlich größeren Literatur, die sich wegen der weiten Verbreitung von Streichern in den häuslichen Musikkreisen des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Bläser-Ensembles sind dagegen allein aus technischen Gründen wesentlich anspruchsvoller und waren daher weitgehend professionellen Musikern überlassen, mit der Folge […]

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Schubert´scher und echter Beethoven

Auf den ersten Blick schien das Programm dieses Klavierabends recht konventionell: Schubert und Beethoven halt – und etwas Beiwerk. Doch der zweite Blick zeigte, dass sich der Pianist Herbert Schuch ein ganz besonderes Programm ausgedacht hatte. Dass Beethovens Opus 111 als Höhepunkt am Ende stand, mag dabei den Rahmen des Konventionellen noch nicht sprengen, doch […]

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2209_adamyan

Abend der Reife

Der Wiener Klassik, die den Ausbruch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit des Menschen durch die Aufklärung in der Reihenfolge Haydn, Mozart und Beethoven feierte, ging über in die Romantik, die sich aus Enttäuschung über den Rückschlag der Restauration dem grenzenlosen Gefühl hingab. Doch diese war statt mit einer Rückkehr zur vermeintlich seligmachenden Natürlichkeit mit einer brutalen […]

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2209_jdphil

Zeitreise in die wilden Zwanziger

Zum Ende eines langen und heißen Sommers ging das diesjährige Rheingau Musik Festival noch einmal „in die Vollen“. In der neu errichteten mobilen Konzerthalle im Hof von Schloss Johannesberg präsentierte die Junge Deutsche Philharmonie – ein Ensemble aus jungen Leuten bis 28 – unter der Leitung des Dirigenten Frank Strobel eine so vielseitige wie überraschende […]

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Musikalischer Bogen von Mozart bis Mahler

Ein gegensätzlicheres Programm für ein Sinfoniekonzert hätte sich GMD Daniel Cohen kaum aussuchen können: erst Wolfgang Amadeus Mozarts vor Lebensfreude sprühendes Klavierkonzert Nr. 12 in A-Dur und anschließend Gustav Mahlers melancholischer Abgesang auf die Welt – das „Lied der Erde“. Doch gerade diese Gegensätze bauen Spannung auf, und so war es auch an diesem Juni-Sonntag. […]

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Beethoven und Schubert von türkischen Oppositionshänden

Der türkische Musiker Fazil Say (* 1970) hat sich im Laufe der Jahrzehnte nicht nur als Pianist ein hohes Renommé erworben, sondern auch als Komponist – und als aufrechter Oppositioneller gegen die gegenwärtige türkische Regierung. Da passt ein Komponist wie Beethoven natürlich wunderbar ins musikalisch-politische Bild, der seine „Eroica“ erst dem vermeintlichen Revolutionär Napoleon gewidmet […]

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Musikalische Wahlverwandschaft

Das 8. Kammerkonzert der laufenden Saison stand unter besonderen Vorzeichen, wobei die Tatsache, dass es – warum eigentlich? – in der Orangerie stattfand, eher peripher war. Zentral dagegen war die deutsche Erstaufführung eines Werkes, das das Staatstheater selbst in Auftrag gegeben hatte. Das Modigliani-Quartett, bestehend aus dem Musikern Amaury Coeytaux (vn), Loic Rio (vn), Laufent […]

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2202_KoGlMo

Sinfonien á trois

Das Trio für Klavier Violine und Violoncello entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem wahren Schlager. Die zunehmend wohlhabenden bürgerlichen Haushalte verfügten meist über ein Klavier, und die Abwesenheit der heute üblichen Tonträger – oder gar des Internets – ließen die Hausmusik geradezu zu einer Notwendigkeit für musikbeflissene Bürger werden. Das Klavier verlieh dabei auch […]

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